BABYS, KINDER UND SCHWANGERE FRAUEN, BESONDERE ANFORDERUNGEN

Bei Babys, Kindern und schwangeren Frauen wendet L’Oréal eine spezifische Formulierungs-Charta und besondere Strategien zur Sicherheitsbewertung an. Damit wird die Sicherheit unserer Produkte für alle Verbraucher, für die sie konzipiert sind, bewertet und gewährleistet.

BABIES (0 bis 3 Jahre) UND KINDER (3 bis 18 Jahre)

Strenge Regeln für die Zusammensetzung von Baby- und Kinderprodukten

Für Babys, die empfindlicher sind als Erwachsene, gelten bei der Produktzusammensetzung strenge Regeln. Für Babyprodukte ist eine spezifische Sicherheitsbewertung gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem muss bei Kosmetikprodukten, die für Kinder unter drei Jahren verwendet werden, besonders auf den mikrobiellen Schutz geachtet werden.

Die Labore von L’Oréal befolgen die Vorgaben einer spezifischen Formulierungs-Charta für Babys und Kinder. Zudem werden vor der Vermarktung eines Baby- oder Kinder-Produkts besonders anspruchsvolle und strenge Sicherheitstests durchgeführt.

Die für Baby- und Kinderprodukte verwendeten Rohstoffe sind maximal verträglich. Die Konzentration der Inhaltsstoffe, insbesondere schäumende Substanzen, wird speziell an Babys und Kinder angepasst. Alle Kinderprodukte, aber auch Produkte „für die ganze Familie“ (zum Beispiel Duschgele) werden nach diesem Grundsatz entwickelt.

Die Formeln für Babys und Kinder werden zur Gewährleistung ihrer Sicherheit verschiedenen Tests unterzogen. Zunächst werden 28 Tage lang Gebrauchstests bei einem Panel erwachsener Verbraucher durchgeführt, dann nach Zustimmung einer unabhängigen Ethikkommission erneut mindestens 4 Wochen bei Babys oder Kindern. Die Testdurchführung wird von Dermatologen und Kinderärzten überwacht.

Für Babys bieten wir Hygiene- und Pflegeprodukte an, die äußerst wichtig für ihr Wohlbefinden sind: Reinigungsgel, Mizellenwasser, Pflegetücher, Creme für das Wechseln der Windeln, Sonnenschutzprodukte. Wir beschränken die Produkte für Kinder auf wesentliche für ihre Pflege notwendigen Produkte: Reinigungsprodukte für Körper und Haare oder Sonnenschutzprodukte.

Einige Produktkategorien dürfen nicht für Babys und Kinder verwendet werden, beispielsweise Produkte zur Haarfärbung und zum Haarglätten, Parfüms, Deodorants, exfolierende Produkte, Peelings und Nagellack. 

Das Thema Sonnenschutzprodukte

Babys und Kinder sollten zu ihrem Schutz bei Aktivitäten im Freien oder Ausflügen im Kinderwagen nur ab und zu bzw. überhaupt nicht (vor allem Babys) der Sonne ausgesetzt werden, egal ob direkt oder indirekt. Das gilt ganz unabhängig von der Jahreszeit. Bei indirekter Sonnenbestrahlung (im Schatten) muss der Kopf des Babys oder des Kindes unbedingt mit einem Hut bedeckt werden, Sonnenbrille und T-Shirt sind ebenfalls unerlässlich.
Dermatologen halten es für sinnvoll, Babys und Kinder mit Hilfe eines Sonnenschutzprodukts zu schützen und sie zudem nicht der Sonne auszusetzen. Das Hautkrebsrisiko für einen Erwachsenen wächst nämlich proportional zur Anzahl der in der Kindheit erlittenen Sonnenbrände. Es ist empfehlenswert, speziell für Babys und Kinder formulierte Produkte zu verwenden. 
Wir formulieren Sonnenschutzprodukte für Kinder mit besonderer Sorgfalt:
-    Sie haben immer einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF): zwischen 30 und 50+.
-    Sie enthalten eine geringere Konzentration bestimmter Inhaltsstoffe, insbesondere die UV-Filter-Konzentration wird angepasst, um optimalen Schutz zu gewährleisten.
-    Sie sind besonders für empfindliche Haut geeignet.
-    Sie haften besonders gut auf der Haut und gewährleisten damit wirkungsvollen Schutz beim Spielen der Kinder am Strand, zum Beispiel eine hohe Abriebfestigkeit gegenüber Wasser und Sand. Ihre Konsistenz ist besser angepasst und klebriger. Das Produkt ist besser sichtbar, damit beim Eincremen erkennbar ist, dass die Haut des Kindes überall mit Sonnenschutz bedeckt ist.

SCHWANGERE FRAUEN 

Bei Produkten für schwangere Frauen befolgen die Labors von L’Oréal eine besondere Formulierungs-Charta. Wir passen unsere Sicherheitsbewertung an diese spezifische Verbrauchergruppe an.

Die meisten unserer Produkte können unbedenklich von schwangeren Frauen verwendet werden, es sei denn, ein Gynäkologe rät von der Verwendung ab. Im Zweifelsfall empfehlen wir insbesondere Fachleuten (zum Beispiel Frisören), bei einem Arzt nachzufragen.

Es gibt allerdings einige Ausnahmefälle, in denen wir schwangeren Frauen von der Verwendung eines Produkts abraten. Wenn das aufgrund des Ergebnisses der Sicherheitsbewertung erforderlich ist, muss auf der Verpackung des Produkts ein entsprechender Hinweis angegeben werden. Dies ist der Fall bei manchen Produkten wie Schlankheitscremes, die Koffein enthalten.

Bei Haarfarben onnte keine Studie einen Zusammenhang zwischen Haarfärbung und einem Risiko für den Fötus nachweisen. Dasselbe gilt für Blondierprodukte. Jeder Haarfarbstoff wird vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit bewertet, der die gesamten toxikologischen Informationen, einschließlich möglicher Wirkungen auf die Entwicklung des Fötus prüft. Alle verfügbaren Informationen lassen darauf schließen, dass kein spezifisches Risiko für schwangere Frauen und ihr zukünftiges Baby besteht. Daher gibt es für diese Verbrauchergruppe keine besonderen Einschränkungen für den Gebrauch dieser Produkte. Bekannt für Haarfarben ist dagegen das Allergierisiko, das alle Verbrauchergruppen betrifft und vor dem auf den Packungen gewarnt wird, wie das auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Dabei wird auch empfohlen, vor der ersten Anwendung immer einen Allergieverdachtstest durchzuführen. Das ist für schwangeren Frauen besonders wichtig, weil die medikamentöse Behandlung einer Allergie problematisch sein kann.


 

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